ARTUS – EXCALIBUR
BERICHTE
Mein Bezirk
19. Juli 2026
Musical Festspiele Hartberg
Fulminanter Auftakt bei den Musical Festspielen
2026 im Schloss Hartberg
Die Premiere des Musicals Artus – Excalibur, das Intendant Alois Lugitsch mit seinem Musical Ensemble auch heuer wieder auf der Freiluftbühne im Schloss Hartberg aufführt, war ein großartiger Erfolg für alle.
HARTBERG. Bei herrlich lauem Sommerabend lief die Premiere des
Musicals Artus – Excalibur von Frank Wildhorn auf der Freilichtbühne im Schloss Hartberg über die Bühne. Sowohl die mehr als 60 Aktivisten auf der Bühne als auch im Orchester gaben ihr Bestes und boten dem Publikum in der voll besetzen Freiluftarena höchste Leistungen auf darstellerischem, gesanglichem, musikalischem und tänzerischem Niveau.
Nachdem Intendant Alois Lugitsch die vielen Ehrengäste aus Politik und Wirtschaft und die Sponsoren begrü.t hatte, eröffnete Bgm. Marcus Martschitsch die diesjährigen Musical Festspiele. „Seit 25 Jahren veranstaltet Alois Lugitsch nun schon diese Musical Festspiele auf Schloss Hartberg und trägt damit jedes Mal Wesentliches zum Hartberger Kulturprogramm bei“ so Bgm. Marcus Martschitsch in seiner Begrü.ungsrede. Die Musical Festspiele sind auch ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für die Stadt Hartberg.
Alois Lugitsch gelang auch mit dieser Produktion, die die historische Artusgeschichte mit dem Schwert Excalibur und dem Zauberer Merlin zum Inhalt hat, wieder Großartiges. Die musikalische Gesamtleitung und die Bühnenplanung lagen ebenfalls in seinen Händen. Regie führte Charly Vocenilek, Kaya Lasika zeichnete für die Choreographie verantwortlich, Michaela Nunner-Werner für die Kostüme und Waltraud Löffler für die Maske. Fast 30 Personen waren hinter der Bühne im Einsatz. Damit auch beste Klangqualität garantiert war, wurden über 30 Funkmikrophone eingesetzt. In den Hauptrolle glänzten die Solisten Thoma Schleimer als Artus, Valentina Ganster als Guinevere, Tobias Lugitsch als Lanzelot, Patrick Maerstätter als Merlin, Marie-Theres Bauer als Morgana und Robert Schöck als König Lot und Priester. In der Pause waren alle Ehrengäste und Sponsoren zu einem Getränk und einen kleinen Snack auf die Bühne geladen. Viel Zwischenapplaus und tosender Applaus am Ende der Vorstellung war der Lohn der Künstler für die vielen, wochenlangen und intensiven Proben.
Die weiteren Aufführungen sind: am 23., 24., 25., 26., 29., 30. und 31. Juli.
Beginn ist jeweils um 20 Uhr. Kartenvorverkauf: im Musical Festspielbüro unter Tel 0664/9398015 oder über Internet: www.musical.-
estspiele.com
Franz Josef Putz
Kleine Zeitung
20. Juli 2026
Die Premiere des Erfolgsmusicals „Artus – Excalibur“ im vollbesetzten Schlosshof Hartberg wurde zum großen Erfolg. Es war ein fulminantes Bühnenereignis mit viel Schwung, Tiefgang und Leidenschaft.
Als Musikschuldirektor Alois Lugitsch vor nunmehr 26 Jahren die Muscial-Festspiele Schloss Hartberg in seiner Heimatstadt ins Leben rief, war noch nicht absehbar, dass sich diese zu einem fixen Bestandteil des heimischen Kulturlebens entwickeln. Mittlerweile sind sie fest in dessen DNA eingeschrieben. Das Besondere daran: Lugitsch rekrutiert sein vielköpfiges Ensemble mit talentierten Laiendarstellern aus der Region. Überdies holt er sich viel hochmusikalische Jugend an Bord und sichert so den Fortbestand dieses kulturellen Groß-Events ab. Die Saat von Lugitsch geht nicht nur auf, sie ist ein schönes Versprechen für die Zukunft.Doch zurück in die Gegenwart, in der die mythologische Sagengestalt König Artus mit seinem magischen Schwert Excalibur und den legendären Rittern der Tafelrunde an seiner Seite ein geschichtsträchtiges Stück England nach Hartberg bringt. Das Musical „Artus – Excalibur“ aus der Feder des US-amerikanischen Komponisten Frank Wildhorn hat einen gewissen aktuellen Gegenwartsbezug, zeigt es doch die gesellschaftliche Spaltung eines Landes durch korrupte, machtgeile Herrschaft auf. Es liegt an Artus, der anfänglich der ihm schicksalshaft übertragenen großen Verantwortung nicht gewachsen zu sein glaubt, durch konsequente Wahrhaftigkeit, große Tapferkeit und kühnen Mut mit Knechtschaft und Unterdrückung rigoros aufzuräumen. Als ob der heroische Kampf gegen die Tyrannei nicht schon genug wäre, brechen auch in seinem Privatleben alle Dämme.
Seine rachsüchtige Halbschwester Morgana, die sich mit der schwarzen Magie verschwistert hat, trachtet ihm nach dem Leben und seine Ehefrau Guinevere scheint ihn mit seinem engsten Freund Lanzelot betrogen zu haben. Hinter der Projektion vom Trugbild des Ehebruchs steckt Morgana, die solcherart Artus in allertiefste Verzweiflung stürzt. Am Ende ist aber die Liebe stärker als Lüge, Hass und Niedertracht.
Thomas Schleimer verkörpert Artus stimmlich brillant mit viel Inbrunst, Authentizität und Strahlkraft. Nicht minder überzeugend agiert Valentina Ganster in der Rolle von Guinevere, in die sie viel Herzblut legt. Ein gewisses jugendliches Ungezügeltsein gepaart mit charakterstarker Gefolgstreue kommt bei Tobias Lugitsch als Lanzelot zum Ausdruck, während Robert Schöck in der Doppelrolle als Priester und König Lot alle Nuancen seines schauspielerischen Könnens ausspielt. Eine mehr als respektable Glanzleistung liefert Patrick Mayerstätter als Zauberer Merlin ab. Das latent Böse in Gestalt der mit magischen Kräften ausgestatteten Morgana wird von Marie-Theres Bauer restlos überzeugend dargestellt. Mehr als achtbar schlug sich das gesamte Ensemble, das mit viel Hingabe und ansteckender Begeisterung agierte.
Regisseur Charly Vozenilek hat das Musical schwungvoll, berührend und wachrüttelnd inszeniert. Die von Kaya Lasika einstudierten Tanzeinlagen untermalten das turbulente Bühnengeschehen durch synchrone Präzision. Die stilgerechten Kostüme von Michaela Nunner-Werner sowie die historischen Frisuren von Waltraud Löffler rundeten das stimmungsvolle Bild ab. Für die perfekte musikalische Schwungmasse sorgte die Philharmonia Steiermark mit Alois Lugitsch in gewohnt souveräner Manier am Dirigentenpult.
Als der letzte Ton in dieser lauen Sommernacht verklungen war, brandete frenetischer Jubel auf. Das Publikum überschüttete die Akteure mit stürmischem Applaus.
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Franz Brugner